Eventdetails

Glaube Liebe Hoffnung

Ödön von Horváth

unter Mitarbeit von Lukas Kristl

1932. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise erstarken populistische Bewegungen und schließlich der Nationalsozialismus in Mitteleuropa. Viele Menschen sind arbeitslos. Auch Elisabeth, eine junge Frau. Sie hat kein Geld, keine Arbeit, keinen Mann. Aber sie hat gehört, dass man im Anatomischen Institut die eigene Leiche verkaufen könne, für die Wissenschaft, wenn man gestorben ist. Das Geld dafür bekomme man aber im Voraus – ein Irrtum, wie sich herausstellt.

Man weist Elisabeth auf die gesetzlichen Bestimmungen hin, nach denen der Staat keine „lebendigen“ Toten kaufe. Vor dem Institut lernt sie einen Präparator kennen, der ihr Geld für einen Gewerbeschein leiht, mit dem die junge Frau aber erst mal eine noch fällige Strafe bezahlt. Der Präparator zeigt sie an, wegen Betrug, Elisabeth kommt für zwei Wochen ins Gefängnis. Nach ihrer Entlassung lernt sie den Polizisten Alfons Klostermeyer kennen. Er verspricht ihr die Ehe. Bei einer Razzia der Polizei, die Elisabeth in Verdacht hat, als Prostituierte zu arbeiten, erfährt Alfons von ihrer Vorstrafe. Um seine Karriere nicht zu gefährden, verlässt er seine Braut. In ihrer Not geht Elisabeth ins Wasser.

Eine junge Frau wird Opfer einer Welt voll Brutalität und Einsamkeit im – wie Horváth schreibt – „gigantischen Kampf zwischen Individuum und Gesellschaft, diesem ewigen Schlachten, bei dem es zu keinem Frieden kommen soll“. 

Zeitplan

Dauer:
ca. 105 Min. Keine Pause
Beginn
Ende

Die nächsten Termine

Oktober 2018

  • Spielstätte und Datum:
    BURG

Dezember

Jänner

Weitere Termine folgen…

Alle Termine
vor BURG Freude

Theater schenken! Im Sternstunden-Abo 25% günstiger

mehr dazu

Besetzung und Team

Besetzung

am

Regie Team

  • Regie
  • Bühne
    Olaf Altmann
  • Kostüme
    Katrin Lea Tag
  • Musik
    Bert Wrede
  • Licht
    Friedrich Rom
  • Dramaturgie
    Klaus Missbach

Medien und mehr

Glaube Liebe Hoffnung - Trailer

Pressestimmen

  • Ein starker Abend mit starken Bildern.

    APA
  • Theaterfreunde sollten sich diese gnadenlose, bösartige Aufführung nicht entgehen lassen. Sie ist in Wahrheit atemberaubend gut.

    Kurier
  • Als eigensinnige Elisabeth ist Andrea Wenzl das kraftvolle Zentrum einer Inszenierung, die für einen modernen Klassiker neue Töne und Bilder findet.

    Falter
  • Der Abend gehört der famosen Andrea Wenzl.

    Der Standard
  • Ohne Schonung, mit ungeheurer Energie spielt Andrea Wenzl diese Frau. Sie ist wörtlich genommen das Highlight eines rabenschwarzen Stücks.

    Die Presse
  • Andrea Wenzl spielt diese Figur so mitreißend, so fulminant, dass einem der Atem wegbleibt.

    Kurier
  • Ein atemloser Horrortrip, ein rockiger Totentanz aus postmodernen Zeiten, zurechtgeschnitten auf einen alles überstrahlenden Star.

    Die Presse
  • Ein dicht, aber charakterlich vielschichtig agierendes Ensemble.

    Vorarlberger Nachrichten
  • Für Andrea Wenzl dürfte die Hauptrolle in dieser sehr eigensinnigen, kraftvollen Performance der Durchbruch sein.

    Süddeutsche Zeitung
  • Thalheimer huldigte der Reduktion. Er hat eine zügige, fast expressionistische Version geschaffen.

    Die Presse
  • Regisseur Michael Thalheimer inszeniert zwischen den Szenen tanztheaterhafte Zwischenspiele, in denen ein ganzes Heer von Statisten die Figuren aus dem Stück doubelt.

    Falter
  • Einfach toll ist auch das Bühnenbild von Olaf Altmann: Die Welt ist hier eine große, kahle, düstere Höhle, nur durch ein trichterförmiges Loch fällt ein wenig Licht herein. ... Klar ist nur: Lebend kommt hier niemand raus.

    Kurier
  • Michael Thalheimer inszeniert Ödön von Horváth gnadenlos gut, Andrea Wenzl spielt fulminant.

    Kurier
  • Deep-Purple-„Child in Time“: Das lange, zarte Intro des Songs unterlegt eine rührend linkische Liebesszene, es ist der schönste Moment einer Aufführung, in der alte Rockmusik überhaupt eine wichtige Rolle spielt.

    Falter
  • Der Zauber besteht in der Poesie des Moments, in feinen, ästhetischen Bildern, in klugen Zusammenhängen.

    Kronen Zeitung
  • Andrea Wenzls Elisabeth ist die Wärmequelle, das „Lebewesen“ bei Thalheimer, immer wieder bedeutungsvoll im Zentrum des Lichtkegels, den eine Art Ellipse auf Olaf Altmanns stockdunkle und vollkommen leere Bühne wirft.

    Tiroler Tageszeitung
  • Ein hervorragendes, hoch expressiv spielendes Ensemble (herausragend: Merlin Sandmeyer und Falk Rockstroh).

    APA
  • Ästhetisch atemberaubend. ... Jede Figur: Ein Rufzeichen.

    Der Standard
  • Herausragend Andrea Wenzel: Mit ihrem intensiven Spiel zieht sie die Handlung ganz nah zu sich und zum Publikum heran.

    Kronen Zeitung