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Osteuropäisierung des Westens

Martin Pollak im Gespräch mit Michal Hvorecký

Es war ein Doppelmord, der die verkrustete politische Landschaft in der Slowakei aufbrach. Die Ermordung des regierungskritischen Investigativjournalisten Ján Kuciak und seiner Verlobten im Februar 2018 löste ein Erdbeben aus. Kuciak hatte über die Verfilzung von Politik und Geschäftemachern und deren Verbindungen zur Mafia recherchiert, was ihn das Leben kostete. Die landesweiten Proteste dauerten so lange an, bis die Regierung und der Polizeipräsident entmachtet waren.

Seitdem hat sich viel verändert. Mutige Intellektuelle wie der profunde Kenner der Politik seines Landes, Michal Hvorecký, sind die treibenden Kräfte hinter einer neuen Bürger*innenbewegung, die sich für die Freiheit des Wortes sowie die Stärkung der Zivilgesellschaft einsetzt und sich dabei nicht einschüchtern lässt. Der slowakische Erfolgsautor spricht treffend von einer „Osteuropäisierung des Westens“, an der natürlich auch Putin großen Anteil hat.

Martin Pollack und Michal Hvorecký diskutieren über diese Entwicklungen und über Hoffnungen wie Bedrohungen der europäischen Demokratie. Ein zweites, nicht weniger wichtiges Thema ist Hvoreckýs neuer Roman Troll, in dem er eine düstere Zukunftsvision von Europa nach dem Zerfall der europäischen Gemeinschaft entwirft.

Es liest Philipp Hauß.
In Kooperation mit ERSTE Stiftung und Die Presse

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