Eventdetails

jedermann (stirbt)

Ferdinand Schmalz

Im Auftrag des Burgtheaters hat der vielfach preisgekrönte österreichische Dramatiker Ferdinand Schmalz das Spiel vom Sterben des reichen Mannes für das 21. Jahrhundert über-, fort- und neugeschrieben.
Er nimmt dem Text seinen fast schon liturgischen Charakter, spitzt die Dramaturgie des Originals zu, schärft die Konflikte, schraubt lustvoll an Sprache und Versmaß, bricht altertümelnde Klischees auf und erneuert die Ikonografie. So sind die Figuren nicht länger entrückter Teil einer christlichen Devotionalienschau, sondern gehen uns ganz direkt an. Der neue Jedermann ist kein „prächtiger Schwelger“, wie ihn der Teufel bei Hofmannsthal einmal nennt, vielmehr ein knallharter Geschäftsmann, den es nicht anficht, dass draußen vor seinem fest umzäunten Garten das Chaos tobt, das Kriegsrecht ausgerufen und mit Toten zu rechnen ist. Auch er wird den Weg allen Fleisches gehen, allerdings mit wenig Hoffnung auf das Himmelreich: „erlöst oder nicht, ist wirklich unerheblich“, Hauptsache, ein Sündenbock für unser schlechtes Gewissen ist gefunden …

Eingeladen zu den Berliner Autorentheatertagen 2018

Zeitplan

Dauer:
ca. 105 Min. Keine Pause
Beginn
Ende

Die nächsten Termine

September 2018

  • Spielstätte und Datum:
    BURG

Oktober

November

Weitere Termine folgen…

Alle Termine

Besetzung und Team

Besetzung

am

Regie Team

  • Regie
  • Bühnenbild
    Olaf Altmann
  • Kostüme
    Esther Geremus
  • Komposition & Musikalische Leitung
    Sven Kaiser
  • Choreographie & Körperarbeit
    Sabina Perry
  • Licht
    Friedrich Rom
  • Dramaturgie
    Hans Mrak

Medien und mehr

jedermann (stirbt) - Trailer

Pressestimmen

  • Unter klugem Einsatz musikalischer Mittel ritualisiert Bachmann den Text in die Nähe einer Brecht‘schen Parabel.

    Kronen Zeitung
  • Nun also Ferdinand Schmalz. Ebenfalls in Reimen, Knittelversen nicht fern, gehalten, erlebt sein „jedermann (stirbt)“ am Wiener Burgtheater eine am Premierenabend fulminant bejubelte Uraufführung.

    Frankfurter Allgemeine Zeitung
  • Markus Hering spielt fantastisch, packend, man kann den Blick gar nicht von ihm abwenden, der große Jubel am Ende ist hoch verdient.

    Kurier
  • Ferdinand Schmalz‘ Könnerschaft besteht darin, dem Original dicht auf den Fersen zu sein, aber sich in einer eigenen, weltlich-unsentimentalen Verssprache die Bigotterie vom Leib zu halten.

    Der Standard
  • Olaf Altmann entwirft eines seiner sagenhaft spartanischen Bühnenbilder, nämlich nahe an der Rampe eine aus goldfarbenen Platten gezimmerte Wand, mitten darin ein schwarz-rundes Loch, etwas übermannshoch, das nach hinten in einen (später) rotierenden Tunnel mündet. Sonst nichts.

    Frankfurter Allgemeine Zeitung
  • Der Wiener „Jedermann“ - ein Prestigeprojekt der Burgtheater-Direktorin Karin Bergmann - wurde bei der Uraufführung zum großen Erfolg.

    Kurier
  • Burgtheater-Direktorin Karin Bergmann hat gewagt, woran noch alle Salzburger Festspiel-Intendanten scheiterten: Sie hat einen zeitgenössischen Dramatiker damit beauftragt, Hugo von Hofmannsthals auf mittelalterliche Mysterienspiele zurückgehendes „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ auf seine Haltbarkeit abzuklopfen. Und siehe da: Der Steirer Schmalz [....

    APA

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  • Die umjubelte Uraufführung von „jedermann (stirbt)“ des österreichischen Autors Ferdinand Schmalz ist ein sprach- und bildgewaltiges Epos und eine gelungene Neuinterpretation eines Stückes Weltliteratur.

    Handelsblatt
  • Aber das ganze Ensemble ist großartig: Mavie Hörbiger (komisch als „Gute Werke“, unheimlich als „Mammon“), Markus Meyer und Sebastian Wendelin als schleimige Vettern, Katharina Lorenz als erotische Ehefrau (warum Jedermann sich für sie nicht interessiert, bleibt rätselhaft), Oliver Stokowski als Armer Nachbar/Flüchtling/Gott, Barbara Petritsch als mütterl...

    Kurier

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  • Grandios: Regisseur Stefan Bachmann formt aus Ferdinand Schmalz’ Neudeutung des „Jedermann“ einen bedeutenden Theaterabend.

    Tiroler Tageszeitung
  • An der Inszenierung des Schweizers Stefan Bachmann [...] überrascht die Radikalität des Zugriffs. Er orientiert sich nicht an den von Schmalz eingebauten vordergründigen Aktualitäten, sondern versteht das Stück ganz in der Tradition der Vorbilder als allegorisches, fast abstraktes Spiel zur Verhandlung großer, ewiger Themen.

    APA
  • Allein die Bühne von Olaf Altmann ist ein Pfund, mit dem sich wuchern lässt: eine monumentale goldene Wand, und in der Mitte – ein klaffendes Loch, ein Höllenschlund, und auch ein Hamsterrad, das sich drehen kann, rasend rotieren; innen drin: der reiche Jedermann, der sich zum Crescendo der anschwellenden Klangkulisse von Komponist Sven Kaiser immer ateml...

    Deutschlandfunk

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  • Mit „jedermann (stirbt)“ ist der Mythos im Heute angekommen.

    Neue Zürcher Zeitung
  • Zusammen mit den Musikkompositionen von Sven Kaiser, den metaphorischen Kostümen Esther Geremus und dem raffinierten Licht von Friedrich Rom wird daraus ein theatralisches Gesamtkunstwerk der Sonderklasse.

    Handelsblatt
  • Bachmann und sein fulminantes Ensemble widmen sich mit erfreulichem Ernst und einer Prise Humor dem herausfordernden Unterfangen, Hofmannsthals Pathos ein wenig beiseitezurücken und einen neuen, frischeren Ton anzuschlagen.

    Die Presse
  • „jedermann (stirbt)“ von Ferdinand Schmalz: wirkungsvoll, prall, sehenswert.

    Die Presse