Eventdetails

Macbeth

William Shakespeare

Deutsch von Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens
Fassung des Burgtheaters

Am Anfang steht eine Prophezeiung: Drei Hexen weissagen dem triumphal aus der Schlacht heimkehrenden Feldherrn Macbeth, dass er einmal König von Schottland werde – und sein Kamerad Banquo Stammvater eines Königsgeschlechts. Lady Macbeth, deren finsterer Ehrgeiz den ihres Mannes beträchtlich übersteigt, hört von dem Hexenorakel und entwirft prompt einen Mordplan: Macbeth tötet den schlafenden König, woraufhin ihn sein schlechtes Gewissen selbst um den Schlaf bringt. Nachdem die Söhne des Königs Malcolm und Donalbain – misstrauisch geworden und von Macbeth öffentlich des Vatermordes verdächtigt – das Land verlassen haben, krönt sich der Mörder tatsächlich zum König von Schottland. Und das Morden geht weiter: Macbeth lässt Banquo durch drei Auftragskiller töten, doch dessen Geist kehrt zurück, beim großen Bankett, nur sichtbar für Macbeth. Die Hexen warnen ihn vor dem nach England geflohenen Macduff. Auch die Familie des Edelmanns wird deshalb eliminiert. Doch je unbeirrbarer Macbeth in seinem Blutrausch wird, desto mehr bröckelt die Fassade seiner Frau. Kurz vor der entscheidenden Schlacht wird ihm ihr Suizid gemeldet. Die Engländer greifen an, Macduff erschlägt Macbeth, Malcolm wird König von Schottland.

Das „schottische Stück“, wie es in der Theaterwelt abergläubisch genannt wird, ist Shakespeares mit Abstand kürzeste Tragödie – und zugleich eine der größten. Der Regisseur Antú Romero Nunes, der letzte Spielzeit eindrucksvoll Text und Handlung der Antikentrilogie Die Orestie verdichtet hat, wird Shakespeares mit elisabethanischen Gruseleffekten durchzogenes Nachtstück mit drei Schauspieler*innen neu erzählen.

"a poor player", Macbeth Akt 5, Szene 5
Drei Schauspieler in einem Stück mit nahezu 30 Rollen? Auf Shakespeares Spuren versucht die Inszenierung, die Möglichkeiten der unendlichen Verwandlungen zu nutzen. Drei Schauspieler spielen mit festgeschriebenen Rollenbildern, wechseln Identitäten und bleiben dennoch erkennbar. Als Figuren des Dramas, als Menschen. 


Zeitplan

Dauer:
ca. 90 Min. Keine Pause
Beginn
Ende

Die nächsten Termine

Juni 2018

  • Spielstätte und Datum:
    BURG

September

Oktober

Weitere Termine folgen…

Alle Termine

Besetzung und Team

Besetzung

am

  • Macbeth/Hexe
  • Lady Macbeth/Hexe
  • Duncan/Banquo/Lady Macduff/Hexe
  • Sängerin und Pianistin
    Paloma Siblik
  • Musiker
    Lenny Dickson, Tommy Hojsa, Alexander Wladigeroff, Post und Telekom Musik Wien
  • Kapellmeister
    Christian Schranz
  • Kinderchor
    The Vivid Voices

Regie Team

  • Regie
  • Bühnenbild
    Stéphane Laimé
  • Kostüme
    Victoria Behr
  • Musik
    Johannes Hofmann
  • Licht
    Norbert Joachim
  • Dramaturgie
    Eva-Maria Voigtländer

Medien und mehr

Macbeth – Trailer

Pressestimmen

  • Ekel und Ekstase: Antú Romero Nunes zeigt einen emotional eindrücklichen „Macbeth“ im Burgtheater.

    Wiener Zeitung
  • Victoria Behr - bekannt für ihre raumgreifenden, meist farbenprächtigen Kostüme - hat eine gespenstische Wiedergängerwelt entworfen, die in den Bann zieht.

    Der Standard
  • Regisseur Antú Romero Nunes hat die Tragödie auf eine Parabel über Macht, Gier und Wahnsinn reduziert. Er setzt auf eindringliche Bilder und Figurenkonstellationen. Die Aufführung endet nach nur 90 pausenlosen Minuten spektakulär.

    Kurier
  • Beeindruckend ist die Produktion dennoch - aufgrund der geradezu verstörend brutalen Aussagen. Bühnenbildner Stéphane Laimé hat das Seine dazu beigetragen.

    Kurier
  • Viel Applaus für das sich ganz dem Irrsinn hingebende Mini-Ensemble und den mutigen Regisseur.

    APA
  • Danach reißt Lagerpusch die Wände des Bühnenbilds ein und schafft Platz für das bombastische Finale: Ein 40-köpfiger Mädchenchor tritt auf und singt leise, begleitet von der Musikkapelle der Wiener Post und Telekom, den Song „Central Park“ von Woodkid. „Love is on top fucking pain“, heißt es da. Erst jetzt bekommt man eine Idee davon, was Antú Romero Nune...

    Süddeutsche Zeitung

    Mehr erfahren

  • Nunes mag keinen konventionellen „Macbeth“ vorsetzen, es ist ihm und seinen fabelhaften Schauspielern aber gelungen, den beunruhigenden glosenden Kern des Horrors emotional eindrücklich aufzubohren.

    Wiener Zeitung
  • Aber Romero Nunes weiß, wie man emotionalisiert. Zum Schluss stehen die Mädchen vom Anfang als Kinderchor auf der Bühne und singen den melancholischen Song „Central Park“ von Woodkid. Begleitet werden sie dabei von Paloma Siblik am Klavier und einer Blaskapelle (Musik: Johannes Hofmann). Dieses Ende ist so stark, so schön, so aufgeladen, dass man dem Thea...

    Falter

    Mehr erfahren