Eventdetails

Medea

Simon Stone nach Euripides

Medea – Königstochter, Ehefrau, Betrogene, Fremde. Medea – Kindsmörderin, Hexe. Kaum eine Frauenfigur der Antike hat mehr Adaptionen inspiriert als sie. Jede Epoche warf dabei ihren eigenen Blick auf den Mythos um die Frau, die aus Liebe zu Jason ihre Heimat für immer verlässt und ihm nach Griechenland folgt. Sie gebiert ihm zwei Kinder, muss nach ein paar Jahren jedoch einer anderen, jüngeren Königstochter Platz machen. Medea tut das Unvorstellbare: Sie ermordet nicht nur Jasons neue Braut, sondern auch ihre eigenen Kinder.

Der australische Regisseur und Stückeüberschreiber Simon Stone versetzt Medea in die Gegenwart und mischt die antike Tragödie mit einer realen Geschichte: In den 1990ern setzte die amerikanische Ärztin Debora Green nach ihrer Scheidung das Familienhaus in Brand und tötete dabei ihre drei Kinder. Aus Medea wird bei Stone die Pharmazeutin Anna, die gerade einen Aufenthalt in der Psychiatrie hinter sich hat. Nun will sie die Beziehung zu ihrem Mann Lucas wiederbeleben, der jedoch ein Auge auf die Tochter seines Chefs geworfen hat. Kurz davor, alles zu verlieren sieht Anna nur noch einen einzigen Ausweg.

Zeitplan

Dauer:
ca. 90 Min. Keine Pause
Beginn
Ende

Die nächsten Termine

Dezember 2018

  • Spielstätte und Datum:
    BURG

Februar

März

Weitere Termine folgen…

Alle Termine

Besetzung und Team

Besetzung

am

Regie Team

  • Regie
  • Bühne
    Bob Cousins
  • Kostüme
    An D'Huys, Fauve Ryckebusch
  • Musik
    Stefan Gregory
  • Licht
    Friedrich Rom
  • Dramaturgie
    Klaus Missbach

Medien und mehr

Medea - Trailer

Pressestimmen

  • „Medea“ gehört zum Besten, was man derzeit am Burgtheater sehen kann.

    Falter
  • Stone schafft das Unmögliche, er macht die furchtbarste aller Taten, den Kindsmord, nicht nur nachvollziehbar, sondern transportiert sie auch glaubhaft ins Heute.

    Falter
  • Vor allem aber ist „Medea“ der Abend von Caroline Peters. Als Anna zeigt sie nun, [...] dass man als Medea nicht unbedingt die ganz große Tragödinnenkiste aufmachen muss, um zu erschüttern.

    Süddeutsche Zeitung
  • Neuzeit-Medea im Seelengefängnis: „Nestroy“-Gewinnerin Caroline Peters brilliert als etwas andere Kindsmörderin in der Regie des australischen Theater-Erneuerers Simon Stone.

    Tiroler Tageszeitung
  • Stone geht es ausschließlich um das Drama der erfolgreichen Frau, die von ihrem fachlich weniger qualifizierten Mann aus erotischem Überdruss und karrieristischen Motiven abserviert wird: #MedeaToo.

    Süddeutsche Zeitung
  • Mavie Hörbiger, Christoph Luser, Falk Rockstroh, Irina Sulaver steuern in Nebenrollen exquisite Charakterstudien bei.

    Kleine Zeitung
  • Man sagt, Simon Stone mache Theater für die Netflix-Generation. Dagegen ist nicht das Geringste einzuwenden, schon gar nicht, wenn ein Theaterabend so unter die Haut geht wie diese „Medea“.

    Deutschlandfunk
  • Beeindruckend spult Peters ein halbes kaputtes Leben ab [...] Die zitternden Lippen sieht man auf der Leinwand in Großaufnahme, die leeren, müden Augen, die sich schließen. Es dauert stille Sekunden, bis nach dieser Seelen-Achterbahnfahrt der Jubel aufbraust.

    Neue Zürcher Zeitung
  • Caroline Peters wirkt wahrhaft überwältigend als Anna. Wie Peters die intelligente Psychopathin mit der zerstörten Frau mischt, dieses Mienenspiel, diese Beweglichkeit, diesen Farbenreichtum macht ihr keiner nach.

    Die Presse
  • Stone gelingt es auch diesmal, in akribischer Konzentration auf Aussage und Schwingungen die richtige Temperatur zu finden, mit scheinbar fernen Stoffen die Gegenwart einzufangen und damit ein gegenwärtiges Publikum zu berühren.

    Tiroler Tageszeitung
  • Mavie Hörbiger entzückt als energische Lebensplanerin für den schwankenden Lucas.

    Die Presse
  • Vielschichtig zeichnet Steven Scharf das Porträt eines Charakterschlaffis und Emotionalschwächlings - ein fleischgewordener Cordanzug.

    Süddeutsche Zeitung
  • Mit größter Behutsamkeit und ohne sie zu pathologisieren, liefert Caroline Peters die schillernde Charakterstudie einer Frau, für die sich Intelligenz und Empfindsamkeit als fataler Makel erweisen.

    Kleine Zeitung
  • Selten geschieht Emotion so direkt, zu gratulieren ist Stone und dem erlesenen Ensemble, dem Irina Sulaver und Falk Rockstroh noch zwei schöne Nebenfiguren beisteuern.

    Tiroler Tageszeitung
  • Ein Triumph an der Burg: Simon Stones Inszenierung der „Medea“ am Burgtheater wird zum ganz großen Ereignis.

    Tiroler Tageszeitung
  • Auch in „Medea“ gelingt es Stone, einen großen alten Stoff auf unsere kleine Gegenwart herunterzubrechen; er trivialisiert die Vorlage, bringt sie uns dadurch aber auch näher.

    Süddeutsche Zeitung
  • Simon Stone holt an der Burg „Medea“ ins Jetzt und lässt Caroline Peters viel Raum für ein Glanzstück.

    Kleine Zeitung
  • Simon Stone, der als Theatermuntermacher gefeiert wird, erweist sich als Frauen- und Zeitgeistversteher. Hurtig wie ein ganzes Team von Hollywood-Textern zimmerte er schlagfertige Dialoge.

    Die Presse
  • Triumph für Caroline Peters. Schonungslos lässt Stone auf das Gesicht von Caroline Peters als leidgeprüfte Medea zoomen - und nichts lenkt ab vom Spiel, von ihrer Mimik.

    Kurier
  • Caroline Peters erspielt atemberaubend die Demütigung und Ausgesetztheit einer seelisch zerrütteten Frau, die aus dem Beruf eliminiert und von einer Jüngeren aus der Familie gedrängt wird.

    Kronen Zeitung
  • Mit archaischer Wucht verwandelt Simon Stone die Tragödie von Euripides zu einer Geschichte von heute.

    Neue Zürcher Zeitung
  • Mit Steven Scharf ist die Figur des Ehemannes grandios besetzt. Präzise und vielschichtig gelingt ihm die Darstellung. Punktgenau zeigt auch sein Körperspiel die Labilität eines Mannes, der gern an der Macht wäre, es aber nicht aus eigener Kraft vermag.

    Salzburger Nachrichten