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Schmidt, Niavarani, Burg

Der eine begann in Kellerbühnen, wurde 2011 zum „lustigsten Österreicher“ gewählt und füllt mittlerweile regelmäßig sein eigenes Theater, der andere erhielt 1986 den Salzburger Stier als bester deutschsprachiger Nachwuchskabarettist, 2006 folgte der „Preis der beleidigten Zuschauer“, was dazwischen liegt, ist mittlerweile TV-Geschichte. Beide sind begnadete Fabulierer und unterhalten ihr Publikum mit Schmäh, schwarzem Humor und Sarkasmus, sie verzichten auf politicial correctness, nicht aber auf Haltung. Und beide zieht es an die Burg.

Harald Schmidt und Michael Niavarani werden einander einige Male in der kommenden Spielzeit auf der Bühne des Burgtheaters begegnen. Über diese Begegnungen lässt sich im Vorfeld wenig sagen, aber einiges davon erwarten: Philosophisches, Unterhaltsames, Bilaterales – Harald Schmidt etwa meint, „Österreich ist für mich progressiv, modern, weltoffen und dullijöh“, Michael Niavarani hat dem sicherlich etwas hinzuzufügen. Oder er konfrontiert Harald Schmidt mit seiner Lieblingsfrage: „Sie müssen wählen, ob Sie mehrere Milliarden Euro bekommen und sterblich bleiben, oder mit 700 Euro im Monat auskommen, dafür aber unsterblich werden.“ Die eigene Antwort ist für Niavarani klar: „Ich möchte unsterblich werden. Ich würde einfach gerne wissen, wie die Welt in 400 Jahren ausschaut. Aber bitte nicht, wie ich in 400 Jahren ausschaue.“ Auf die Antwort von Harald Schmidt darf man gespannt sein.

Ich bin mittlerweile auf eine fast widerliche Weise verständnisvoll geworden.
Harald Schmidt

Wenn es einem ums Geld geht, dann sollte man vieles, nein, alles machen, außer Theater.
Michael Niavarani