Du kannst nicht herumlaufen und deine Gäste abschießen.
Alan Ayckbourn
Schöne Bescherungen

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Schöne Bescherungen

Alan Ayckbourn

Heiligabend. Neville und Belinda haben wie jedes Jahr ihre Freunde und Verwandten eingeladen. Die Vorbereitungen für das Fest laufen auf Hochtouren. Harvey, Nevilles Onkel, ein ehemaliger Wachmann, streitet mit Belindas Schwager über Gewalt im Fernsehen. Der Gastgeber diskutiert mit Eddie, seinem ehemaligen Geschäftspartner, über ferngesteuerte Christbaumlichter, die Frauen kümmern sich um die Kinder, und Phyllis, Nevilles Schwester, steht betrunken in der Küche vor dem Lammbraten. Es ist alles angerichtet für das Fest der Liebe. Auch wenn die Frauen von Liebe nicht viel merken, bis Clive erscheint, ein Schriftsteller, den Rachel, Belindas Schwester, kennengelernt und zum weihnachtlichen Dinner eingeladen hat. Doch Clive hat sofort ein Auge auf die Gastgeberin geworfen und auch Belinda findet den Schriftsteller, zum Leidwesen ihrer Schwester, ziemlich sexy. Am 1. Weihnachtsfeiertag, gegen Mitternacht, als die beiden glauben, dass alle schon zu Bett gegangen sind, kommt es zu einer fatalen Begegnung unterm Weihnachtsbaum …

Alan Ayckbourn seziert in seiner bösen Komödie die Rituale bürgerlichen Frohsinns und steigert den sanften Horror, den festtäglichen Wahnsinn, der wiederkehrenden Feiertagen und Familienzusammenkünften ohnehin eigen ist, bis hin zum Ehebruch unterm Weihnachtsbaum und zum versuchten Totschlag. Barbara Frey, Direktorin des Züricher Schauspielhauses, die zuletzt Ein europäisches Abendmahl im Akademietheater und Die Affäre Rue de Lourcine im Burgtheater erfolgreich zur Aufführung gebracht hat, wird Ayckbourns Komödie inszenieren.

Alan Ayckbourn ist Großbritanniens populärster Gegenwartsdramatiker. Für seine rund 80 Stücke ist er mehrfach ausgezeichnet worden. 1997 wurde er in den Adelsstand erhoben. 2008 erhielt er in England für sein Lebenswerk den Laurence Olivier Special Award, 2010, ebenfalls für sein Lebenswerk, in New York den Special Tony Award.

Regie
Barbara Frey
Bühne
Bettina Meyer
Kostüme
Esther Geremus
Dramaturgie
Klaus Missbach