Eventdetails

Waisen

Dennis Kelly

Blutüberströmt stürzt Liam ins Zimmer, in dem sich seine Schwester Helen und ihr Mann Danny gerade einen romantischen Abend machen wollen. Nicht sein Blut, beteuert Liam gleich, das Blut eines auf der Straße niedergestochenen Jungen klebe an ihm, er hätte ihm lediglich helfen wollen. Doch wo ist der verletzte Junge jetzt? Danny greift schon zum Hörer, um die Polizei zu informieren, aber Helen hält ihn auf: Liam ist vorbestraft, da könnte die Polizei falsche Schlüsse ziehen. Immerhin geht es hier um ihren kleinen Bruder, seit dem frühen Tod der Eltern ihre ganze Familie. Und wer wisse schon, ob der zwielichtige Verletzte ihre Hilfe überhaupt verdiene. Doch bei der Schilderung der Vorfälle verstrickt sich Liam zunehmend in Widersprüche, der Helfer verkehrt sich zum Täter. Ein Psychothriller um Liebe, Lügen, Vorurteile und Gewalt nimmt seinen Lauf.

Wie weit würden wir für unsere Familie gehen? Ist Blut wirklich dicker als Wasser? Wo endet unsere Solidarität mit Angehörigen, Mitmenschen, Fremden? Wann opfern wir unser Ideal der Nächstenliebe der Liebe zu unseren Nächsten? Das 2009 erschienene Erfolgsstück des britischen Autors Dennis Kelly untersucht die Mechanismen unserer Hilfsbereitschaft und die Grenzen unserer Loyalität.

Zeitplan

Dauer:
ca. 90 Min. Keine Pause
Beginn
Ende

Die nächsten Termine

Juni 2019

  • Spielstätte und Datum:
    VESTIBÜL

Juni

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Besetzung und Team

Besetzung

am

Regie Team

  • Regie
  • Musik
    Matthias Jakisic
  • Bühne
    Frank Albert
  • Kostüme
    Anneliese Neudecker
  • Licht
    Mathias Mohor
  • Dramaturgie
    Franziska Eisele

Pressestimmen

  • Jetzt ist „Waisen“ in einer gelungenen Fassung im Vestibül der Wiener Burg zu sehen.

    Der Standard
  • Die junge Regisseurin Christina Gegenbauer konzentriert sich ganz auf die Schauspieler, formt Charaktere aus Typen, macht Tempo, wenn es das "well made play" erfordert, oder bremst die Schauspieler ein. Diese machen ihre Sache richtig gut.

    Der Standard
  • Valentin Postlmayr gibt den Liam beherzt als Grenzgänger, nervös schwankend zwischen pathologischer Aggression und wimmernder Sentimentalität.

    Die Presse
  • Vor allem Irina Sulaver ist zu preisen: Diese Helen umschmeichelt, umgarnt, umgarnt, manipuliert und erpresst ihren hilflosen Gatten virtuos. Ihre Heuchelei kleidet das Hässliche in ein hübsches Gewand: eine verlogene Kunst, die nicht erst seit Horváth als typisch österreichisch gilt. Damit erzählt Sulaver gleichsam neue, sehr zeitgemäße Geschichten aus d...

    Die Presse

    Mehr erfahren

  • Ein spannender, steiler Abstieg vom falschen Idyll in echte Bestialität. Präzise gespielt, schlau in Szene gesetzt.

    Die Presse