Eventdetails

Zu der Zeit der Königinmutter

Fiston Mwanza Mujila

Zeit: Gegenwart. Ort: die New-Jersey-Bar. Die kleine Gertraud, Jimmy, der Chef und viele andere Männer und Frauen versammeln sich in dieser heruntergekommenen Bar in einer abgelegenen Gegend an den Rändern Europas, Asiens, vielleicht in Afrika. Der Barkeeper hat schon bessere Zeiten gesehen – „Zu der Zeit der Königinmutter / War das Leben eine Note des Jazz / Wir waren das Leben / Wir waren diese Bar / Wir die leuchtenden Frauen“. Diese Zeit ist unwiederbringlich vorüber, der Goldrausch verflogen, die Nächte der Schwelgerei, der gekauften Liebe und des Erbrochenen sind Vergangenheit. Ein Neuer betritt nun die Bar, ein Neuer, der vielleicht jene selige, rauschhafte Zeit des Tanzens, Saufens und des Sex wiederauferstehen lassen könnte ...

Fiston Mwanza Mujila zeichnet mit großer Sprachkraft, vom Rhythmus des Jazz inspiriert, eine Welt im Abseits. Die New-Jersey-Bar ist zugleich utopischer und dystopischer Raum, Phantasma und Zufluchtsort der Gestrandeten – ein Ort, der auf jedem Kontinent sein könnte. Menschen, ausgespuckt von der Gesellschaft der Anständigen, der Wohlmeinenden, der Gewinnenden, leben hier ihr verzweifeltes, widerständiges Leben. Zu der Zeit der Königinmutter, entstanden mit Unterstützung des Drama Forum Graz, ist der erste Text, den der frankophone Autor auf Deutsch verfasste.

In dieser Produktion wird aus künstlerischen Gründen auf der Bühne geraucht.

Zeitplan

Dauer:
ca. 90 Min. Keine Pause
Beginn
Ende

Die nächsten Termine

Februar 2019

  • Spielstätte und Datum:
    AKADEMIE

Mai

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Besetzung und Team

Besetzung

am

Regie Team

  • Bühne und Kostüme
    Katrin Brack
  • Musikalische Leitung
    Patrick Dunst
  • Licht
    Norbert Piller
  • Dramaturgie
    Eva-Maria Voigtländer

Pressestimmen

  • „Zu der Zeit der Königinmutter" erfreut in der zarten Inszenierung von Philipp Hauß - [...] insgesamt ist Mwanza Mujilas Text beim nachdenklichen Hauß gut aufgehoben.

    Die Presse
  • Katrin Brack hat für Mujilas „Mahagonny“-haften Topos einen Raum entwickelt, der die Fantasie für seine Atmosphäre allein über Vorhänge in verschiedenen Farbwerten steuert.

    taz
  • Jazz Stars des Abends sind aber die drei Musiker: Patrick Dunst, Christian Pollheimer und ganz besonders ElenaTodorova, die das Geschehen auf sehr eindrucksvolle Weise mit düsterem Rock oder auch wildem Jazz begleiten.

    Kurier
  • Regisseur Philipp Hauß verstärkt das noch: [...] er lässt die Schauspieler den Großteil ihres Texts von der Rampe sprechen. So wird Mwanzas funkelnde Sprachmusik, sein poetischer Überschwang aus Märchenelementen, Moralitäts- und Kolportagefetzen durch Strenge gleichermaßen konterkariert wie unterstrichen.

    Kleine Zeitung
  • Jesserer bezaubert mit ihrer raunenden Melodie und schmelzendem Pathos, das zu dieser Variation einer Griechentragödie passt.

    Die Presse
  • Gertraud Jesserer: [...] alleine schon ihre Präsenz gibt dem Abend Farbe. Sven Dolinski und Simon Jensen geben mit viel Mut zu trauriger Komik die alternden Bardamen. Markus Hering, in Fußballer-ShirtüberFatsuit, ist die geheimnisvollste Figur. Am meisten glänzen darf Mirco Kreibich [...] und schließlich zeigt er bravourös, wie ein Lehm-Mensch im Regen la...

    Kurier

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  • In Markus Hering findet Mujila tatsächlich einen Komplizen, der sich seine Gourmandisen der Sprache intensiv schmeckend einverleibt und in ihrer filigranen Konstruktion virtuos auf- und niederklettert.

    taz
  • Markus Hering und Gertraud Jesserer: Diese zwei exzellenten und markanten Sprecher tragen den Abend.

    Die Presse
  • Philipp Hauß hat der Versuchung des Naturalismus nicht nachgegeben, sondern die Bar in einer Art unheimlichem Märchenland angesiedelt. Wir befinden uns hier in einem Traumreich, wo die Logik Pause hat.

    Kurier
  • Das Darsteller-Ensemble spielt exzellent.

    Kurier
  • Funkelnde Sprachmusik und ominöser Trauerrock in einer Bar im Nirgendwo.

    Kleine Zeitung
  • Überschwang und Reduktion: Philipp Hauß bringt die Uraufführung von Fiston Mwanza Mujilas Drama zum Funkeln.

    Kleine Zeitung
  • Furioses Intro von Barstammgast Jimmy (Markus Hering mit Wohlstandsbauch-Fatsuit)

    Der Standard