Die Troerinnen

Der Krieg ist nicht vorbei. Die trojanischen Frauen sitzen mit ihren Kindern wie Geflüchtete, wie Geiseln, wie Trophäen in den Trümmern der zerstörten Stadt. Die siegreichen Männer der griechischen Allianz rüsten sich zur Heimfahrt. Die Schlacht um Troja ist geschlagen, aber der Krieg ist nicht vorbei. Die Frauen haben alles verloren, was sie besaßen und liebten, jetzt soll ihnen noch die Verfügungsgewalt über ihre Leben, ihre Biografien, ihre Körper genommen werden.

Burgtheater

Saison 2021/22

PREMIERE

Die Troerinnen

Euripides

Regie: ADENA JACOBS

Bühne & Kostüme: EUGYEENE TEH

Komposition: MAX LYANDVERT

Choreografie: MELANIE LANE

Licht: MICHAEL HOFER

Dramaturgie: ALEXANDER KERLIN

Bevor die Stadt endgültig in Flammen aufgeht, wollen die Sieger aber auch noch jede mögliche Zukunft vernichtet haben – und töten dafür einen kleinen Jungen, der sterben muss, weil er als Enkel des toten Königs in den Augen der Sieger die Zukunft der Trojaner selbst verkörpert. Das Stück erzählt in großen Gesängen vom Leid und Unrecht des Krieges aus Sicht der Frauen, aber die Troerinnen sind auch in sehr konkrete Kämpfe um Schuld und Unschuld, um die Verantwortung der Überlebenden und das Bild, das sie hinterlassen werden, verstrickt.

Die australische Regisseurin Adena Jacobs hat sich mit bilderreichen und chorischen Inszenierungen klassischer antiker wie zeitgenössischer Stoffe und einer dezidiert feministischen Ausrichtung ihrer Arbeit einen internationalen Namen gemacht.

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