FORTBILDUNG Richard II Online

Für Lehrkräfte: 

RICHARD II.
MI 14. April 2021,
13-15.30 Uhr

Alexandra Althoff (Stellv. Künstlerische Direktorin, Burgtheater), Anja Sczilinski (Leitung Burgtheaterstudio, Regisseurin) und Mag. Heinrich Himmer (Wiener Bildungsdirektor)

Das BURGTHEATERSTUDIO bietet zu ausgewählten Inszenierungen des Spielplans Fortbildungen für Lehrkräfte an.

Die Fortbildungen richten sich an interessierte Lehrkräfte, die sich mit den Inhalten der Inszenierung sowie den Methoden der Theaterpädagogik auseinandersetzen möchten, um diese selbst im Unterricht umzusetzen. In einem theaterpraktischen Teil probieren die Lehrkräfte alle Methoden selbst aus. Im Anschluss werden diese in einer theoretischen Auswertung aufgearbeitet.
Inhaltlich beschäftigen sich die Fortbildungen mit den Handlungsmotiven der Figuren, den dramaturgischen Hintergründen der Inszenierung sowie der Umsetzung des künstlerischen Teams auf unserer Bühne. Dabei werden Arbeitsweisen vorgestellt, mit denen die Schüler*innen persönliche Bezüge zu den Themen herstellen können, um sie auf die eigene Lebenswelt zu übertragen.


Die Fortbildung findet digital statt und wird sich zusätzlich mit digitalen Vermittlungschancen im theatralen Bereich beschäftigen.

RICHARD II. VON WILLIAM SHAKESPEARE

Klassiker für Deutschlehr*innen und interessierte Pädagogen

MI 14. April 2021
13-15.30 Uhr
 

  • Für die Online-Teilnahme wird ein PC mit Kamera und Mikrofon, eine stabile Internetverbindung und ein ruhiger Raum benötigt
  • Nach der Anmeldung wird ein Zoom Link verschickt, der die Online-Teilnahme ermöglicht. CHECK-IN in den digitalen Raum ab 12.45 Uhr
  • Teilnahmebeitrag € 15,– pro Person

Elf Jahre ist Richard alt, als man ihn auf den Thron setzt, Isabel von Valois, seine Frau, ist mit sechs Jahren Königin geworden. Ein seltsam flirrendes Paar auf dem Thron, zwischen hypertrophen Höhenflügen und düsteren Ahnungen  schwankend. Shakespeares “schlechtester König” hat das, was man Politik nennt, nie gelernt. Er hat wohl den Mord an einem seiner Onkel angeordnet, was ihm dieses Verbrechen aber für Vorteile gebracht haben könnte, bleibt unersichtlich.

Vielmehr rührt es die Opposition in der weitverzweigten Königsfamilie auf. Er hat Steuern und Abgaben erhöht, um einen prächtigen Hof zu führen, und damit große Teile des Adels gegen sich aufgebracht. Und er konfisziert das Vermögen eines anderen Onkels, kaum, dass der gestorben ist, und schickt den einzigen Erben in die Verbannung, um einen Feldzug gegen irische Rebellen zu finanzieren. Seine Regierung, ein Amtsmissbrauch.

Als Richard von der irischen Mission zurückkehrt, hat der verbannte Erbe, Heinrich Bolingbroke, die Abwesenheit des Souveräns zur Rückkehr nach England genutzt und viele Unzufriedene um sich geschart; das tief gespaltene Land ist für den König unregierbar geworden. Die Staatskrise, die daraus folgt, berührt Fragen nach der Legitimität von Herrschaft im Kern. Da ist zum einen die Frage, wie und durch wen ein gottgesalbter König abgesetzt werden kann und über welche Legitimation sein Nachfolger auf dem Thron verfügt – eine Frage, die Bolingbroke als Heinrich IV. noch zwei volle Shakespeare-Stücke lang verfolgen wird. Und was bleibt von “unkinged Richard”, wenn der “body natural”, der physische Mensch, des "body politic“, seiner Königswürde, entkleidet ist? Hinter all dem steht die Frage nach der Berechtigung von Herrschaft als solcher: “Die Krone auf des Königs Schläfe, sie ist hohl. Im Hohlraum thront ein Clown und reißt Witze übern Staat."

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DES KAISERS NEUE KLEIDER NACH HANS CHRISTIAN ANDERSEN

15.10.2020
im Burgtheater

Teilnahmebeitrag € 15,– pro Person

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