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Im Zeichen des Humanismus

Wo bleibt die Menschlichkeit? Gleich drei Abende im Burg- und Akademietheater gehen im Februar 2024 dieser Frage auf die Spur.

Inszenierungsfoto
© Marcella Ruiz Cruz

In Österreich wird vom „Volkskanzler“ schwadroniert, in Deutschland träumen Rechtsradikale von der Deportation von Millionen von Menschen, in dieser Entwicklung beginnt die Mitte der Gesellschaft zu fragen: Wo bleibt die Menschlichkeit, die feste humanistische Überzeugung, die Würde jedes einzelnen Menschen zu achten und unser Wille und unsere Kraft, uns als Gesellschaft dafür einzusetzen? Dass wir mit den Fragestellungen der Fremdheit, des Zweifelns und der Suche nach der Sinnhaftigkeit des Lebens, nicht nur in unserer Zeit befasst sind, zeigt ein Blick in die Literatur.

Im Februar 2024 stehen deshalb ganz im Zeichen des Humanismus gleich drei Abende auf dem Spielplan in Burg- und Akademietheater: 

 

Premiere
IPHIGENIE AUF TAURIS

Regie und Bühne: Ulrich Rasche
Mit: Julian von Hansemann, Nils Hausotte, Daniel Jesch, Sören Kneidl, Ole Lagerpusch, Maximilian Pulst, Yannik Stöbener, Enno Trebs, Julia Windischbauer

Akademietheater
23. Februar 2024, 19 Uhr

#1 IPHIGENIE AUF TAURIS

Die erste Fassung seines humanistischen Dramas IPHIGENIE AUF TAURIS verfasste Goethe als geheimer Legionsrat ausgerechnet auf einer Reise zur Aushebung von Rekruten für die Weimarer Armee. Auch heute liegt sein Aufruf zu Dialog und Gerechtigkeit fern der tagespolitischen Realität. Doch schlägt Goethe vor, wie die weltbestimmende Pendelbewegung zwischen Mordtat und Vergeltung beendet werden könnte und stellt dem Kreislauf der Gewalt die Möglichkeit einer prozesshaften Veränderung der Welt entgegen.

TEASER: IPHIGENIE AUF TAURIS

DER GROßINQUISITOR

gelesen und gespielt von Barbara Petritsch
musikalisch umrahmt von Richie Winkler

Akademietheater
22. Februar 2024, 20 Uhr

#2 DER GROSSINQUISITOR

Dostojewskijs GROSSINQUISITOR ist einer der einflussreichsten Texte der Weltliteratur. Eine bestürzende Parabel, die das kalte, moralbefreite Denken eines Realpolitikers erfahrbar macht. Sie handelt von der Wiederkehr von Jesus Christus, der Opfer der in seinem Namen ausgeübten Inquisition zu werden droht. Barbara Petritsch kombiniert in ihrem Bühnensolo den Monolog des Großinquisitors mit dem Monolog FALSCH VERBUNDEN, ein ergreifender Text über die Einsamkeit und der damit verbundenen Gottessuche aus dem Stück GROSS UND KLEIN.

Inszenierungsfoto
Barbara Petritsch
© Susanne Hassler-Smith

HERMANN UND DOROTHEA

Eine inszenierte Lesung mit Maria Happel und Martin Schwab

Burgtheater
14. Februar 2024, 20 Uhr

#3 HERMANN UND DOROTHEA

Von Geflüchteten, die ein Krieg in die Fremde verschlagen hat, handelt Goethes Versepos HERMANN UND DOROTHEA wie seine Tragödie IPHIGENIE IN TAURIS. Die Bewohner einer Kleinstadt sehen sich mit einem großen Zug von Menschen konfrontiert, die sich auf der Flucht vor den Revolutionskriegen zu ihnen verirrt haben. Hermann, der Sohn des ortsansässigen Wirts, trifft unter den Geflüchteten auf eine außergewöhnliche junge Frau und macht eine Erfahrung, die den jungen Mann in seinem Innersten verwandelt.

Die gefeierte inszenierte Lesung mit Maria Happel und Martin Schwab ist nach längerer Zeit wieder im Burgtheater zu erleben.

Szenenfoto aus "Hermann und Dorothea"
Maria Happel, Martin Schwab
© Reinhard Werner
TIPPS FÜR IHREN THEATER-FEBRUAR
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Literarischer Februar

Welche Lesungen Sie auf unseren Bühnen nicht verpassen sollten
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Theatertag: Sondervorstellungen um 6 Euro

THEATERTAG am 28. Februar mit MIMIKAMA & FALTER zu DIE NEBENWIRKUNGEN. Vorstellung & Publikumsgespräch mit Andre Wolf (MIMIKAMA), Zeynep Buyraç & Lilith Häßle (Ensemble) & Sebastian Huber (Dramaturgie). Nur 6€ auf allen Plätzen!
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