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Die Eingeborenen von Maria Blut

Akademietheater
Maria Lazar | Bühnenfassung von Lucia Bihler und Alexander Kerlin
anschl. Podiumsdiskussion: 90 Jahre später – Geschichtspolitische Lehren aus Maria Lazars DIE EINGEBORENEN VON MARIA BLUT
© Susanne Hassler-Smith

Das idyllische Dorf Maria Blut mit seiner Wallfahrtskapelle liegt am Land, ein paar Zugstunden vor Wien. Die 1930er Jahre sind angebrochen, Dollfuß ist Bundeskanzler, und die Eingeborenen des „österreichischen Lourdes“ sind in Unruhe. Die vor dem Dorf gelegene Konservenfabrik hat schließen müssen. Der Unternehmer Schellbach versucht nun, die besorgte Bevölkerung dazu zu bewegen, in sein neues Produkt, die Raumkraft, zu investieren. Viele geben ihr letztes Erspartes dafür her. Als sich Schellbach jedoch mitten während des Volksfestes erschießt und seine Unternehmung scheitert, entwickelt sich in Maria Blut sofort eine ungeheure Dynamik: Die angeblich Schuldigen sind schnell ausgemacht – und für die wird es jetzt brandgefährlich.

Die Wiener Schriftstellerin Maria Lazar (1895–1948) gehört zu den hellsichtigsten literarischen Stimmen ihrer Epoche. In kurzen, packenden und sprachlich brillanten Szenen entwirft sie zwei Dutzend herrlich schräge Figuren, die am Vorabend des Nationalsozialismus zwischen Marienkult, Wunderglauben, Verschwörungstheorien und aufkommendem Ultranationalismus aufgerieben werden. 

Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft musste Maria Lazar über Jahre im Exil leben und unter Pseudonymen veröffentlichen – ihr umfangreiches Werk wird erst jetzt wiederentdeckt. DIE EINGEBORENEN VON MARIA BLUT, 1937 in Bertolt Brechts Exilzeitschrift DAS WORT teilabgedruckt, ist nach DER HENKER in der Spielzeit 2019/20 die zweite Inszenierung eines Lazar-Textes im Akademietheater. Regie führt Lucia Bihler, die zuletzt Thomas Bernhards DIE JAGDGESELLSCHAFT im Akademietheater auf die Bühne gebracht hat.

Eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2023

 

90 JAHRE SPÄTER 
GESCHICHTE UND POLITIK IN MARIA LAZARS STÜCK
Die Aktualität von Maria Lazars Die Eingeborenen von Maria Blut ist erstaunlich. Sie führt zu der Frage, was wir 90 Jahre nach der Parlamentsausschaltung und 85 Jahre nach dem „Anschluss“ aus Lazars Beobachtungen über den Aufstieg des Austrofaschismus und des Nationalsozialismus lernen können.
 

Mit Werkeinführung am 16. April um 17.15 Uhr im Oberen Foyer. Im Anschluss an die Vorstellung laden wir zu einem PODIUMSGESPRÄCH mit Lucile Dreidemy (Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien), Johanna Gehmacher (Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien) und Katharina Prager (Wienbibliothek im Rathaus) 
Moderation: Alexander Kerlin (Dramaturg)

Beschreibung Information
Dauer und Pausen 2 Stunden - keine Pause
Sitzplan A!
Zusatzinformation Einführung
Abo / Zyklus Abo 23
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Einladung zum Theatertreffen

Unter den 10 ausgewählten Inszenierungen für dass Theatertreffen 2023 sind auch zwei Produktionen des Burgtheaters: ZWIEGESPRÄCH und DIE EINGEBORENEN VON MARIA BLUT
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VIDEO-PODCAST: WERK IM FOKUS

Auf vielfachen Publikumswunsch: Der sechsteilige Videopodcast zu WERK IM FOKUS präsentiert seit 9. Mai ausgewählte Schwerpunkt-Folgen der Direktion Martin Kušejs.
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Fragebogen #7: DIE EINGEBORENEN VON MARIA BLUT

Fragebogen
Wir luden die Sozialanthropologin, Künstlerin und Aktivistin Anahita Neghabat zu einer Vorstellung von DIE ENGEBORENEN VON MARIA BLUT ein. Ihre Eindrücke hielt sie in unserem Fragebogen fest.
Videoeinblick
Teaser: DIE EINGEBORENEN VON MARIA BLUT
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