Monster (ab 13)

 

Duck, ein 15-jähriges Mädchen, deren Aussehen sie nicht zur Ballkönigin prädestiniert, ihr Vater, ein leidenschaftlicher Ex-Biker, mittlerweile aber an Multipler Sklerose erkrankt, und die prekären, fast verwahrlosten Verhältnisse, in denen die beiden seit dem Tod von Ducks Mutter bei einem Motorradunfall leben – also: nichts zu lachen?

 

Vestibül 

Premiere: März 2021

Burgtheaterstudio

Monster

David Greig

ab 13

 

Regie: Felix Metzner

Bühne: Anneliese Neudecker

Kostüme: Elena Kreuzberger

Licht: Mathias Mohor

Dramaturgie: Claudia Kaufmann-Freßner

Im Gegenteil: Der 1969 in Edinburgh geborene Autor David Greig macht daraus eine so aberwitzig komische wie lebensbejahende Komödie (nicht nur) für junge Menschen. Duck hat die häusliche Situation durchaus im Griff – zumindest was ihre und die Maßstäbe ihres Vaters bezüglich gesunder Ernährung und Haushaltsführung betrifft. Ihre Zeit verbringt sie lieber in der selbst erdachten Märchenwelt  oder in der Theatergruppe ihrer Schule, für die sie sich leidenschaftlich engagiert. Ducks Leidenschaft muss sich das Theater allerdings mit Lawrence Lofthouse teilen, in den sie beharrlich aber erwartungslos verliebt ist. Dass gerade er sie darum bittet, ihm öffentlichkeitswirksam zu helfen, sein schwules Image abzulegen (um bessere Chancen bei einem anderen Mädchen zu haben), gehört zu all den Rückschlägen, denen Duck mittlerweile mit Routine begegnet. An die Fee der Katastrophe ist sie gewöhnt. Doch der nahende Besuch von Frau Underhill vom Jugendamt versetzt Duck in Alarmzustand. Sie will unter allen Umständen bei ihrem Vater bleiben, besser bei ihm und zwischen leeren Pizzaschachteln als in einem blitzblanken Jugendheim. In furiosem Tempo versucht sie Wohnung und Papa herzeigbar zu machen. Was nicht ins Bild passt, landet im Schrank – wie die anarchistische Internet-Bekanntschaft ihres Vaters, deren unerwarteter Besuch nicht zur amtstauglichen Bilderbuchfamilie beiträgt. Aber hinter all dem Chaos verbergen sich Liebe, Poesie und Optimismus – und das bemerkt auch Frau Underhill.

Back to top