Ernst sein ist alles oder Bunbury

Die beiden englischen Lebemänner Algernon und Jack lieben das Vergnügen. Um dieses mit ihren gesellschaftlichen Verpflichtungen unter einen Hut zu bekommen, haben sich beide Lügen ausgedacht: Algernon erfindet einen kranken Freund namens Bunbury, um möglichst oft zu diesem aufs Land fahren zu können, und Jack gibt vor, sich um seinen Bruder Ernst kümmern zu müssen, um regelmäßig in die Stadt zu kommen.

 

Akademietheater

November 2020

Ernst sein ist alles oder Bunbury

Oscar Wilde 

Regie: Antonio Latella

Bühne: Annelisa Zaccheria

Kostüme. Graziella Pepe

Musik: Franco Visioli

Choregrfie: Francesco Manetti

Licht: Marcus Loran

Dramaturgie: Federico Bellini, Andreas Karlaganis

Jack verliebt sich in Algernons Cousine Gwendolen und macht ihr einen Heiratsantrag. Diese ist versessen darauf, jemanden zu heiraten, der Ernst heißt. Algernon behauptet, Jacks Bruder Ernst zu sein. Dabei verliebt er sich in Cecily. Auch sie hält den Namen Ernst für eine unbedingt notwendige Voraussetzung für ihren zukünftigen Mann …

Von nun an nimmt eine wilde Komödie um Mehrdeutigkeit der Sprache, Ernsthaftigkeit, Wahrheit und Lüge ihren Lauf. Uraufgeführt 1895 in London, entwickelte sich diese gleichzeitig absurd komische und bitterböse Abrechnung mit Heuchelei, Oberflächlichkeit und einer gewissen Verflachung des Charakters zu einem Klassiker, der nun für das Akademietheater von Antonio Latella inszeniert wird. Der italienische Schauspieler, Regisseur und Autor realisierte zahlreiche internationale Inszenierungen und ist seit 2016 Leiter der Theaterbiennale in Venedig.

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