Russische Lektionen

Anlässlich des Schwerpunkts Russland im Burgtheater-Spielplan mit den Premieren DÄMONEN und EXTREM TEURES GIFT laden wir am Sonntag, 27. November zu einer Diskurs-Veranstaltung: RUSSISCHE LEKTIONEN.

Pausenfoyer mit Gemälde im Burgtheater
© Nikola Hergovich

RUSSISCHE LEKTIONEN
27. November 2022, 11.00 Uhr
Burgtheater - 1. Pausenfoyer
Ticketpreis: € 7,-  

In deutscher Sprache
Konsekutivdolmetscher aus dem Russischen: Christian Koderhold 

IN KOOPERATION MIT DER SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG 

In welchem Zustand befindet sich Russland wirklich? Welche Chancen auf Veränderungen bieten sich?

Auf dem Podium diskutieren

  • MARINA LITWINENKO
    Witwe des 2006 ermordeten Dissidenten Alexander Litwinenko 
  • MISCHA GABOWITSCH
    Soziologe und Experte für Protestbewegungen in Russland,
  • ANNA SCHOR-TSCHUDNOWSJAKA
    Soziologin und Psychologin

Es moderiert die stellvertretende Chefredakteurin der Süddeutschen Zeitung ALEXANDRA FÖDERL-SCHMID.

Marina Litwinenko_c_privat
© Privat

Im Gespräch:

Marina Litwinenko

ist eine öffentliche Rednerin und Kämpferin für Gerechtigkeit. Nach der Ermordung ihres Mannes, Alexander Litwinenko, im November 2006 begann Marina einen jahrzehntelangen Kampf um die Wahrheit hinter seiner Ermordung, der im Januar 2016 in der Veröffentlichung eines umfassenden öffentlichen Untersuchungsberichts mündete.

Porträtbild von Mischa Gabowitsch
Mischa Gabowitsch
© Alya Jate

Mischa Gabowitsch

Historiker und Soziologe, ist Mitarbeiter am Research Center for the History of Transformations der Universität Wien und Visiting Fellow am Institut für die Wissenschaft vom Menschen. In seiner Forschung hat er sich auch mit Protest und sozialen Bewegungen in Russland und Belarus beschäftigt und ist u.a. Autor von „Putin kaputt!? Russlands neue Protestkultur“ (Suhrkamp, 2013) und „Protest in Putin's Russia“ (Polity Press, 2016).

Porträtbild von Anna Schor-Tschudnowskaja
Anna Schor-Tschudnowskaja
© SFU/Magdalena Possert

Anna Schor-Tschudnowskaja

Psychologin und Soziologin, geboren und aufgewachsen in der Sowjetunion. Studium der Psychologie und Soziologie in Deutschland. Promotion in Soziologie an der Hessischen Stiftung für Friedens und Konfliktforschung (Frankfurt/Main) und der Justus-Liebig-Universität Gießen. Forschung zum sozialen Wandel und zu politischer Kultur in der Sowjetunion und dem postsowjetischen Russland. Derzeit Assistenz-Professorin an der Fakultät für Psychologie der Sigmund Freud Privatuniversität Wien.

Alexandra Föderl-Schmid_c_Friedrich Bungert
© Friedrich Bungert/SZ

Alexandra Föderl-Schmid

geboren 1971, seit Juli 2020 stellvertretende Chefredakteurin der Süddeutschen Zeitung. Davor war sie Korrespondentin für Israel und die palästinensischen Gebiete. Sie wechselte 2017 zur Süddeutschen Zeitung, davor war sie zehn Jahre lang Chefredakteurin und später auch Co-Herausgeberin der österreichischen Tageszeitung Der Standard und des Nachrichtenportals derStandard.at. 

Themenschwerpunkt im Burgtheater-Spielplan

Mit den Inszenierungen DÄMONEN im Burgtheater (Premiere am 25.11.) und EXTREM TEURES GIFT im Kasino (Deutschsprachige Erstaufführung am 10.12.) sowie der Diskussionsrunde RUSSISCHE LEKTIONEN (27.11.) rückt das Burgtheater Vergangenheit und Gegenwart des gesellschaftlichen Lebens und der Diskussionskultur in Russland in den Fokus.

Darüber hinaus thematisieren wir weiterhin die Folgen des Krieges in der Ukraine (APROPOS GEGENWART mit Juri Andruchowytsch am 30.11.) und arbeiten mit ukrainischen Künstler*innen zusammen (AUTOR*INNENTHEATER KYJIW am 7.12.) , das Burgtheaterstudio bringt im Rahmen der Jungen Akademie Menschen mit und ohne Fluchthintergrund bei einem Theaterprojekt zusammen (ab Dez).

JUNGE AKADEMIE: Ukrainer*innen, Österreicher*innen, Menschen in Wien – ein Theaterprojekt

Wie kann man in Wien über den Krieg sprechen? Wann ist es wichtig etwas zu sagen? Und wann lieber nicht? Ein Theaterprojekt über das Unsagbare, über Fettnäpfchen und den Versuch, einander zu verstehen - Jetzt anmelden!
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