Burgtheater

Die Ärztin

Robert Icke sehr frei nach Professor Bernhardi von Arthur Schnitzler &
08. Febr., Di.
19:30
Kaufen
7,50 € bis 62,00 €
Abo 4 / B!
Regie Robert Icke , ,
Bühne & Kostüme Hildegard Bechtler , ,
Sounddesign Tom Gibbons , ,
Lichtdesign Natasha Chivers , ,
Licht Hector Murray , ,
Ton Johnny Edwards , ,
Dramaturgie Anika Steinhoff , ,
Professor Ruth Wolff Sophie von Kessel , ,
Father Philipp Hauß , ,
Prof. Roger Hardiman/Two Zeynep Buyraç , ,
Dr. Paul Murphy/Three Gunther Eckes , ,
Charlie Sandra Selimović , ,
Doctor Michael Copley/Host Bless Amada , ,
Professor Brian Cyprian/Four Ernest Allan Hausmann , ,
A junior doctor/Five Melanie Sidhu , ,
Jemima Flint, Minister of Health Stacyian Jackson , ,
Rebecca Roberts/One Bardo Böhlefeld , ,
Schlagwerk Teresa Müllner , , Schlagwerk Maria Petrova , ,
Live-Kamera Tobias Jonas , ,
Dauer
150 Minuten 1 Pause
Sophie von Kessel

„Jede Person ist eine ganze Stadt voller Menschen. In uns wohnen tausend verschiedene Versionen unserer selbst, und – sie können nicht alle gleich wichtig sein. Wir entscheiden, welche uns bestimmen. Sie haben die Medizin. Ich habe Gott. Eine Sache – eine einzige Sache – ist uns das Höchste.“

Der englische Regisseur und Autor Robert Icke ist bekannt für seine aufsehenerregenden Überschreibungen und Inszenierungen klassischer Texte. In seinen Bearbeitungen sucht er nach den radikalen Impulsen des Originals im Kontext seiner Zeit, um sie für ein heutiges Publikum erlebbar zu machen. Das 1912 in Berlin uraufgeführte Stück PROFESSOR BERNHARDI von Arthur Schnitzler seziert den in Österreich herrschenden Antisemitismus am Beispiel eines jüdischen Arztes, der Opfer einer Hetzkampagne wird, nachdem er einem katholischen Priester die Verabreichung der Sterbesakramente an eine im Sterben liegende Frau verweigert. Robert Icke stellt Dr. Ruth Wolff ins Zentrum seiner Bearbeitung, eine säkulare Jüdin, die eine prestigeträchtige, auf Alzheimer spezialisierte Klinik leitet. Sie verweigert einem Priester den Zutritt zu einem sterbenden Mädchen und wird daraufhin Ziel einer medialen Jagd, die ihre berufliche Zukunft und den Ruf ihres Instituts gefährdet. Die komplexen Zusammenhänge und Fragestellungen von medizinischer Ethik, ökonomischem Druck, Identitätspolitik und toxischen Öffentlichkeitsdiskursen entfalten sich. Ebenso differenziert ist der Blick auf Dr. Ruth Wolffs Charakter, die Arbeitswelt, in der sie sich bewegt, und ihre Beziehungen.

08. Febr., Di.
19:30
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