Burgtheater

Medea

Simon Stone nach Euripides &
20. Okt., Di.
20:00
Abo 4 / B
Regie Simon Stone , /
Bühne Bob Cousins , /
Kostüme An D'Huys , /
Musik Stefan Gregory , /
Licht Friedrich Rom , /
Dramaturgie Klaus Missbach , /
Mitarbeit Kostüm Fauve Ryckebusch , /
Lucas Steven Scharf , /
Christoph Christoph Luser , /
Anne-Marie-Lou Irina Sulaver , /
Herbert Falk Rockstroh , /
Edgar Sandro Eder , / Edgar Moritz Krainz , / Edgar Wenzel Witura , /
Georg Noah Fida , / Georg Lucas MacGregor , / Georg Quentin Retzl , /
Dauer
90 Minuten keine Pausen
Dauer 90 Minuten keine Pausen
Szenefoto Medea: Steven Scharf (Lucas), Wenzel Witura (Edgar), Caroline Peters (Anna), Quentin Retzl (Georg), Christoph Luser (Christoph), Mavie Hörbiger (Clara)

Medea – Königstochter, Ehefrau, Betrogene, Fremde. Medea – Kindsmörderin, Hexe. Wohl kaum eine Frauenfigur der Antike hat mehr Adaptionen inspiriert als sie. Jede Epoche warf dabei ihren eigenen Blick auf den Mythos um die Frau, die aus Liebe zu Jason ihre Heimat für immer verlässt und ihm nach Griechenland folgt. Sie gebiert ihm zwei Kinder, muss nach ein paar Jahren jedoch einer anderen, jüngeren Königstochter Platz machen. Medea tut das Unvorstellbare: Sie ermordet nicht nur Jasons neue Braut, sondern auch ihre eigenen Kinder.

Der international gefeierte australische Regisseur und Stückeüberschreiber Simon Stone (JOHN GABRIEL BORKMAN und HOTEL STRINDBERG) versetzt MEDEA in die Gegenwart und mischt die antike Tragödie des Euripides mit einer realen Geschichte: In den 1990ern setzte die US-amerikanische Ärztin Deborah Green nach ihrer Scheidung das Familienhaus in Brand und tötete dabei ihre drei Kinder. Aus Medea wird bei Stone die Pharmazeutin Anna, die gerade einen Aufenthalt in der Psychiatrie hinter sich hat. Nun will sie die einst liebevolle Beziehung zu ihrem Mann Lucas wiederbeleben, doch der hat sein Auge inzwischen auf die junge Tochter seines Chefs geworfen. Anna will die Affäre vergeben und mit ihm und den Kindern neu anfangen, aber Lucas hat andere Pläne. Kurz davor, alles zu verlieren – ihre Karriere, ihren Mann, ihre Kinder – sieht Anna nur noch einen einzigen Ausweg. Mythos, Fiktion und Realität verbinden sich bei Simon Stone zu einer hochmodernen Tragödie.

20. Okt., Di.
20:00
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