Lysistrata
In der Übersetzung von Erich Fried
Die Suche nach wirksamen Protestformen und unkonventionellen Konfliktlösungen ist in kriegerischen Zeiten besonders dringend geboten. Fündig wird man bei Aristophanes, der in der 411 v. Chr. uraufgeführten Komödie LYSISTRATA ein frappierendes Beispiel gibt: Die Frauen der beiden feindlichen Lager Athen und Sparta machen gemeinsame Sache und verweigern ihren kriegsführenden Männern den Sex, um so den Friedensschluss zu erzwingen. Angeführt von Lysistrata besetzen sie die Akropolis, bringen die Staatsgelder in ihre Hände und erreichen – trotz heftiger Angriffe – letztlich ihr Ziel.
Aristophanes’ Stück begegnet der Fragwürdigkeit männlicher Herrschaft mit scharfem Spott und bitterem Witz und zeigt schonungslos eine Gesellschaft, die gezwungen ist, die Fehler von Männern wiedergutzumachen. Der oftmals frustrierende Kampf gegen falsche Rollenbilder wird dabei zu einem äußerst lustvollen, entlarvenden Spiel, das auf der Bühne befreiende Kraft entfaltet.
- Regie:
Thomas Jonigk,Ensemble,
- Kostüme:
Selina Schweiger,
- Musik:
Dani Catalán Dávila,
- Licht:
Martin Schwab,
- Dramaturgie:
Markus Edelmann,
Besetzung
DIE BURG GEHÖRT UNS: IM TEMPEL HERRSCHT NICHT EIN MANN MEHR!