Eine Bühne für Osteuropa

Akademietheater
Mit Anne Applebaum, Moderation Cathrin Kahlweit, es liest Markus Scheumann
weitere Infos für den :
Beschreibung Information
Dauer und Pausen 1 Stunde 30 Minuten - keine Pause
Sitzplan B
Zusatzinformation € 8,-/€ 6,-

Der Osten Europas ist im Dauer-Umbruch – seit der Wende 1989, seit der Osterweiterung, die sich in diesem Jahr zum zwanzigsten Mal jährt, und nicht zuletzt seit dem russischen Überfall auf die Ukraine.
Cathrin Kahlweit, Osteuropa-Expertin, Publizistin und langjährige SZ-Korrespondentin beleuchtet in Gesprächen mit prominenten Gästen die aktuelle Lage Osteuropas.

In Kooperation mit ERSTE Stiftung.

Biografien der Expert:innen

Ildikó Gáspár ist ungarische Regisseurin und Autorin. Sie studierte Germanistik, Theaterwissenschaft und Dramaturgie. Sie ist Hausregisseurin und Mitbegründerin des Budapester Örkény Theater. Seit 2015 inszeniert sie regelmäßig im Ausland, hauptsächlich in Schweden, Lettland, Serbien, Litauen und Deutschland. Sie schreibt eigene Fassungen und Adaptionen und setzt sich dezidiert mit sozialpolitischen Themen auseinander. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine hohe Abstraktion aus, in denen sich expressive Bilder mit spielerischem Humor abwechseln und surrealistische Szenen ins Metaphysische gesteigert werden. 
Gáspár wurde mehrmals für ihre Arbeiten als Regisseurin und Autorin von ungarischen Theaterkritiker:innen nominiert und ausgezeichnet. Seit 2023 lebt sie mit ihrer Familie in Berlin.


Ernst Gelegs (geb. 1960 in Wien) ist ein österreichischer Journalist. Er war von 1999 bis 2025 ORF-Korrespondent und Leiter des ORF-Osteuropastudios in Budapest. Gelegs studierte Politikwissenschaften, Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien. 1980 kam er zum ORF und war zunächst in der Radio-Sportredaktion als Reporter und Moderator für die damalige Ö3-Sendung SPORT UND MUSIK tätig. Von 1986 bis 1990 arbeitete er als Reporter im Landesstudio Niederösterreich. 1991 holte ihn der damalige Chefredakteur Horst Friedrich Mayer in die ZEIT IM BILD-Redaktion, wo er sich ausschließlich innenpolitischen Themen widmete. Von 1992 bis 1996 moderierte er zudem die Kurzausgaben der ZIB, zumeist am Spätabend und zum Sendeschluss. Anfang 1996 war er als Auslandskorrespondent in London und ab 1998 im Rahmen der ZEIT IM BILD als Reisekorrespondent tätig. Er gestaltete Reportagen und Live-Berichte aus insgesamt 20 Ländern, darunter aus Krisengebieten wie Irak, Syrien, oder Nordirland. Gelegs berichtete auch vom amerikanischen Flugzeugträger Theodore Roosevelt während des Afghanistan-Einsatzes im Oktober 2001.
Im Jahr 2000 baute er als Auslandskorrespondent das Osteuropabüro in Budapest auf, das er bis zur Pensionierung im Dezember 2025 leitete. Das Büro betreut die Berichterstattung aus Ungarn, Slowakei, Tschechien, Polen, Rumänien, Moldawien und Griechenland. Ernst Gelegs lebt in Wien.


Dr. Ákos Hadházy ist Abgeordneter des ungarischen Parlaments und sowohl in Ungarn als auch international als korruptionskritischer Politiker bekannt. Seit 2014 ist er Mitglied des Parlaments und vertritt derzeit den 8. Wahlkreis von Budapest als Unabhängiger. Er wurde 1974 in Debrecen geboren. Sein Studium absolvierte er an der Veterinärmedizinischen Universität in Budapest und verbrachte zudem ein Semester in Deutschland an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Fachbereich Veterinärmedizin. Wissenschaftliche Arbeiten führte er am Biologischen Institut der Semmelweis Universität durch.
Hadházy gilt als kompromissloser Kritiker der Regierung Orbán und als Symbolfigur des Antikorruptionskampfes in Ungarn. Seine Arbeit ist stark auf investigative Recherche und öffentliche Aufklärung ausgerichtet. Seine landesweite Bekanntheit gründet sich auf sein konsequentes Vorgehen gegen Korruption, die Aufdeckung staatlicher Missbräuche sowie seine aktive Rolle bei der Neugestaltung des öffentlichen Lebens. Er arbeitet regelmäßig mit internationalen Organisationen wie dem Europäischen Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) bei Korruptionsermittlungen zusammen, und seine Tätigkeit findet auch in zahlreichen ausländischen Medien Beachtung.
Seine politische Laufbahn begann er 2006 als kommunaler Abgeordneter in Szekszárd, und landesweite Aufmerksamkeit erlangte er mit der Aufdeckung der sogenannten „Tabakladen-Affäre“. Derzeit arbeitet er als unabhängiger Abgeordneter. In seiner Arbeit misst er der Transparenz öffentlicher Gelder, der Pressefreiheit und dem Schutz demokratischer Institutionen besondere Bedeutung bei und organisiert regelmäßig Demonstrationen und Kampagnen zu deren Unterstützung. 

 

 

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