Die Wand
„Durch die Wand wurde ich gezwungen, ein ganz neues Leben zu beginnen, aber was mich wirklich berührt, ist immer noch das gleiche wie früher: Geburt, Tod, die Jahreszeiten, Wachstum und Verfall. Die Wand ist so sehr Teil meines Lebens geworden, dass ich oft tagelang nicht an sie denke, sie geht mich in Wahrheit nichts an.“
Eine Frau wacht eines Morgens in einer Jagdhütte auf und findet sich eingeschlossen von einer unsichtbaren Wand, hinter der kein Leben mehr existiert. Was ihr bleibt sind ein Hund, eine Katze, eine Kuh, die Berge, eine Alm. Marlen Haushofers Roman ermöglicht viele Deutungsmöglichkeiten. Die Wand als Symbol für Barrieren, die uns von den Mitmenschen trennen; Krankheit, Depression, Ausgrenzung, Einsamkeit. Die Bedrohung und zugleich die Sehnsucht, gezwungen zu werden, ohne andere Menschen zu leben. Dorothee Hartinger spielt in szenischer Einrichtung von Christian Nickel diesen österreichischen Jahrhundertroman auf der Feststiege des Burgtheaters, die mit ihrer wuchtigen Unwirtlichkeit einem Naturereignis gleichkommt.
Premiere: 06. Dezember 2012
- Szenische Einrichtung:
Christian Nickel,
- Licht:
Marcus Loran,
Besetzung
Hinweis zur Barrierefreiheit
Der Zugang ist derzeit nicht vollständig barrierefrei. Beim Zugang zur Feststiege muss eine kleine Stufe überwunden werden.
Bei manuellen Rollstühlen ist es möglich, den Rollstuhl über die Stufe zu heben. Bei elektrischen Rollstühlen ist dies nicht möglich. Sollten Sie einen elektronischen Rollstuhl benutzen, nehmen Sie bitte Kontakt mit unserem Besucher:innen-Service auf: +43 1 51444 4545 oder tickets@burgtheater.at