Emigranten von Sławomir Mrożek
In der Übersetzung von Christa Vogel
Sławomir Mrożeks Stück EMIGRANTEN aus den 1970er-Jahren gehört zu den eindringlichsten Texten über das Leben fern der Heimat. Zwei namenlose Protagonisten, gestrandet in einer kargen, anonymen Umgebung, ringen um Sprache, Würde und Zugehörigkeit. Ihre Gespräche kreisen um Herkunft, Zukunft, Freiheit und Zwang – um all jene Fragen, die Menschen in der Fremde unausweichlich begleiten. Dabei verbindet Mrożek existenzielle Schärfe mit seinem unverwechselbaren bitteren Humor.
Die szenische Lesung nimmt die emotionalen und politischen Spannungen von Mrożeks EMIGRANTEN zum Ausgangspunkt und verwebt sie mit der Musik von Kayahs und Goran Bregovićs Album von 1999. Ihre Kompositionen – kraftvoll, melancholisch, aufgeladen mit Balkan-Rhythmik und slawischer Melancholie – spiegeln Themen wie Identität, Entwurzelung, Aufbruch und das Ringen um Selbstbestimmung wider.
Die Musik und der Text treten in einen offenen Dialog: zwischen innerer Zerrissenheit und äußerer Lebenslust, zwischen Rückblick und Neubeginn, zwischen dem Wunsch anzukommen und dem Drang auszubrechen. Die Lieder verstärken das emotionale Echo von Mrożeks Figuren und öffnen zugleich Räume für Humor, Widerstandskraft und Gemeinschaft.
In Kooperation mit dem Polnischen Institut Wien.
Musik: „Propabanda“ & Theresa Jarczyk
- Szenische Einrichtung:
Theresa Jarczyk,
- Kostüme:
Lino Pflug,
- Dramaturgie:
Sarah Lorenz,