Kasino

Stadt der Affen

Lies Pauwels &
Konzept, Text und Regie Lies Pauwels , /
Bühne und Kostüm Johanna Trudzinski , /
Licht Norbert Gottwald , /
Dramaturgie Felicitas Arnold , / Dramaturgie Tobias Herzberg , /
mit Stefanie Dvorak , / mit Max Gindorff , / mit Ruben Grandits , / mit Wesal Jahangiri , / mit Hans Dieter Knebel , / mit Habib Teamori , / mit Juan Weidinger , /
für alle ab 14 Jahren
Eine Gruppe Jugendlicher sitzt in einem Kreis um Lies Pauwels herum.

 

Stellen Sie sich vor, Sie wachen morgens auf und die Welt ist stumm. Geräusche gäbe es genug, aber Sie können sie nicht hören. Oder: Stellen Sie sich vor, Sie kommen mit Ihrer vertrauten Sprache einfach nicht weiter, weil niemand Sie begreift. Alle anderen kennen sich aus, und zwar mit allem, außer mit Ihnen. Oder: Stellen Sie sich vor, Sie kommen nach Hause, aber dort sind bereits andere eingezogen, die Ihnen und denen Sie ganz fremd erscheinen. Stellen Sie sich vor, Sie müssen alles, was Sie zu wissen glauben, verlernen – die Logik des Sprechens, der Kommunikation, der Macht. Sie müssen erst ganz leise werden, um neu zu verstehen.

Zehn gehörlose Jugendliche begeben sich mit Schauspieler*innen des Burgtheaters auf eine Reise durch jene kommunikativen Sphären, die Mensch und Tier vermeintlich unterscheiden. Sie erforschen, was passiert, wenn auf der Theaterbühne das Sprechen keine herausgehobene Bedeutung hat. Die belgische Ausnahmeregisseurin Lies Pauwels hat sich einen Ruf als sensible Spezialistin für Inszenierungen mit Laien und gemischten Ensembles erarbeitet. Ihre bildreichen Theaterproduktionen schaffen Assoziationsräume für Mythen, Liebe und Verstörung. Zu Beginn ihrer ersten Arbeit für das Burgtheater stehen zwei Fragen: Was haben die zu sagen, die nicht hören können? Und: Stimmt es, dass wer nicht hört, fühlen muss?

 

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