John Gabriel Borkman

Simon Stone nach Henrik Ibsen &
Koproduktion mit den Wiener Festwochen und dem Theater Basel
Abo 13 / A
Regie Simon Stone , /
Bühne Katrin Brack , /
Kostüme Tabea Braun , /
Musik Bernhard Moshammer , /
Licht Friedrich Rom , /
Dramaturgie Klaus Missbach , /
John Gabriel Borkman Martin Wuttke , /
Gunhild Borkman, seine Frau Birgit Minichmayr , /
Erhart Borkman, ihr Sohn Max Rothbart , /
Ella Rentheim, Gunhilds Zwillingsschwester Caroline Peters , /
Fanny Wilton Nicola Kirsch , /
Wilhelm Foldal Roland Koch , /
Frida Foldal, seine Tochter Liliane Amuat , /
Dauer
120 Minuten keine Pausen
Szenenfoto John Gabriel Borkman, Birgit Minichmayr, Martin Wuttke

John Gabriel Borkman hat sich auf dem Dachboden seines Hauses verbarrikadiert. Er muss sich darüber klar werden, was ihm von seinem Finanzimperium geblieben ist. Abgestürzt nach einem Sagenhaften Aufstieg und wegen skrupellosen Betrugs mit acht Jahren Haft bestraft, ist der Banker ruiniert, sein Ansehen liegt in Schutt und Asche, seine Familie ist vollkommen zerstritten. Einzig sein Sohn könnte den Ruf des Vaters wiederherstellen.

Henrik Ibsens Stück ist für Simon Stone das im Europa der Finanzkrise aktuell wichtigste neu zu interpretierende Werk der modernen Klassig. Die Lesart des jungen australischen Regisseurs geht von em bekannten Realismus Ibsens aus und treibt die szenische Handlung in die im Stück schon anklingenden Züge des frühen Expressionismus. Ibsens präziser Entwurf die Sinnsuche John Gabriel Borkmans, der im Geld die alles gestaltende Kraft vermutete kulminiert in dieser Interpretation in einem verzweifelten Machtkampf der Familie um ihre einzige verbleibende Hoffnung: Borkmans Sohn. Simon Stone untersucht die Bruchlinien aktueller Verwerfungen im Wertekanon des bürgerlichen Europas nach dem größten Finanzdebakel des Kontinents.

16. Sep, Mo.
19:30
Spielplan