Kasino am Schwarzenbergplatz

Schwarzenbergplatz 1, 1010 Wien, Europa

Innenaufnahme des Kasino am Schwarzenbergplatz

Mit maximal 250 Sitzplätzen zählt das Kasino seit Anfang der 1980er Jahre zu den Spielstätten des Burgtheaters. Errichtet 1869 von Heinrich von Ferstel, war das Palais Wohnsitz von Erzherzog Ludwig Viktor, dem jüngsten Bruder von Kaiser Franz Joseph. 1910 stellte Ludwig Viktor das Gebäude dem „Militärwissenschaftlichen und Casinoverein“ zur Verfügung.

Info

  • Die Abendkassa öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn
  • Freie Platzwahl mit gültiger Eintrittskarte bei allen Veranstaltungen

Anfahrt

  • Parken: in der WIPARK Garage am Beethovenplatz, rund um das Kasino gebührenpflichtige Kurzparkzone von 9–22 Uhr

  • Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
    U-Bahn Linie U4 – Stadtpark
    Straßenbahn 2, 71, D – Haltestelle Schwarzenbergplatz
    Autobus 4A – Haltestelle Lothringer Straße

#burgtheaterfakt: Kasino, Bühnenmaße

  • Fassungsraum: max. 250 Plätze

  • Grosser Saal (Bühne): 510 m2

  • Raumhöhe: 11,85 m

  • Bis zum Gesimse: 6,8 m

Erzherzog Ludwig Viktor, der jüngste Bruder von Kaiser Franz Joseph, war erst 21 Jahre alt, als er sich 1863 entschloß, ein repräsentatives Palais an der prestigeträchtigen Ecke Schubertring / Schwarzenbergplatz errichten zu lassen. Damit war er das erste Mitglied des Kaiserhauses, das an der im Entstehen begriffenen Ringstraße – abgesehen von der Hofburg – einen Wohnsitz hatte. Dies führte zu einer Aufwertung der Ringstraße als beste Wohnadresse. Architekt war Heinrich von Ferstel, der sich bereits mit der Errichtung der Votivkirche beim Kaiserhaus einen guten Namen gemacht hatte. Das Palais war 1869 fertig und damit das erste Gebäude des einheitlich angelegten Schwarzenbergplatzes.

Erzherzog Ludwig Viktor gab in den folgenden Jahren hier zahlreiche Feste. Da er sich aber, wegen einiger Skandale, nach und nach mehr nach Schloß Kleßheim in Salzburg zurückzog, wurde das Palais von ihm bald nicht mehr sehr benützt. 1900 fand eine größere Renovierung statt und 1910 stellte Ludwig Viktor das Gebäude dem „Militärwissenschaftlichen und Casinoverein“ zur Verfügung. Noch heute hat der „Neustädter Offiziersverein“ hier seinen Sitz. Außerdem dient es dem Burgtheater als Probebühne und Aufführungsort.

Spielplan