Kasino

Theblondproject

Gesine Danckwart & Caroline Peters &
Eine szenische Installation
07. Dez., Sa.
20:00
€ 28,- / Bonuspunkte
Projektleitung/Performance Gesine Danckwart , / Projektleitung/Performance Caroline Peters , /
Ausstattung Janina Audick , /
Digitales Konzept Can Elbasi , /
Sounddesign Fabian Kühlein , /
Videoschnitt und Content Andrea Gabriel , /
Licht Norbert Gottwald , /
Dramaturgie Sabrina Zwach , /
Gesine Danckwart , / Caroline Peters , /
und mit Josef Rabitsch , / und mit Anna Bongartz , / und mit Thekla Kaischauri , / und mit Vincent Liebenwein , / und mit Vitória Monteiro , / und mit Jasmin Redl , / und mit Sophie Schmiedbauer , /
Dauer
105 Minuten keine Pausen
Uraufführung
Suejtfoto Theblondproject

Zwei blonde Frauen – beide erfolgreich auf ihrem Gebiet – werden mit Theblondproject das Kasino eröffnen: Gesine Danckwart und Caroline Peters. Die beiden verbindet eine lange Arbeitsbeziehung, sie sind im Dialog über Blondsein und mehr. Aber was soll das heißen und was bedeutet blond? Blond spielt mit Klischees. Blond findet im Kopf statt und in der Realität. Blond ist eine Haltung. Blond ist Fake – denn nur 2 % der gesamten Weltbevölkerung ist natürlich blond. Blond ist Spiel mit der Identität und das hat Tradition: Schon im Alten Rom versuchten sich die Frauen die Haare mit Taubenmist zu blondieren. Im Venedig der Renaissance setzten die Frauen auf Pferdeurin.
Der Ursprung des Wortes „blond“ ist nicht ganz eindeutig: Das lateinische Wort blundus, das übersetzt „gelb“ bedeutet, ist eine Quelle. Das altfränkische Wort blund hingegen heißt „grau­haarig“, das altenglische beblonden lässt sich am Besten mit „gefärbt“ übersetzen.

Danckwart/Chez Company beschreiben ihr künstlerisches Vorhaben so: „Mit Theblondproject wollen wir Blondierungsvorgänge initiieren. Blond als auf die Spitze getriebene Strategie einer Umwandlung der Werte. Wie sehr werden unsere Karrieren von unseren Rollen-­Bildern geprägt? Wie können wir Denk­ und Handlungsmuster variieren, Freiheiten von Gender und Machtfragen performen. Ausgehend von einer zweijährigen Befragung von Arbeits­ und Machtstrukturen entlang eigener Lebenswege, auf dem Kreuzweg mit unseren Partner­-Häusern Burgtheater und Deutsche Oper, werden wir zwei Produktionen entwickeln, die sich thematisch aufeinander beziehen, aber mit unterschiedlichen Ästhetiken arbeiten. Aus einer ausführlichen Interviewrecherche entstehen Texte, Videos, Musiken und ein Manifest. Wir arbeiten in einer Verfransung der Künste, in einem Wechselspiel der biographischen Anekdoten und der Frage nach der dahinterliegenden Struktur. Im Spiel mit unseren humanen Avataren bringen wir unsere blonden Erkenntnisse und Forderungen in Wien und Berlin aus den Häusern auf die Straße und ins Netz. Blond ist für alle.“


Unter www.theblondproject.net können Sie den Blickwinkel des Avatar, der jeweils ab Vorstellungsbeginn mit einer Kamera im Bühnengeschehen unterwegs ist, und von den Zuschauer*innen direkt gesteuert werden kann, mitverfolgen.

EINE PRODUKTION VON CHEZ COMPANY UND BURGTHEATER, GEFÖRDERT IM FONDS DOPPELPASS DER KULTURSTIFTUNG DES BUNDES (DEUTSCHLAND)

07. Dez., Sa.
20:00
Spielplan