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Chronik eines Mordes – Jitzchak Rabin

Burgtheater
Amos Gitai

„besser das Leid des Friedens als das Grauen des Krieges“

Seit dreißig Jahren befasst sich der israelische Filmemacher Amos Gitai mit der Figur Jitzchak Rabin, dem 1995 von einem rechtsextremistischen Jura-Studenten und Mitglied der Siedlerbewegung während einer Friedenskundgebung in Tel Aviv ermordeten Ministerpräsidenten Israels. Er hat mehrere Filme gedreht und sein umfassendes Archiv in mehreren Ausstellungen präsentiert. 2016 wurde sein multimediales Theaterstück CHRONIK EINES MORDES – JITZCHAK RABIN im Rahmen des internationalen Festivals von Avignon uraufgeführt. Für das Burgtheater erarbeitet Gitai mit den Schauspielerinnen Bibiana Beglau und Dörte Lyssewski nun eine Fassung für zwei Schauspielerinnen, Musiker und einen dreißigköpfigen Chor.

Die Ermordung Jitzchak Rabins markiert einen Wendepunkt in der israelischen Politik, setzte sie doch dem Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern ein Ende, der sich in den zwei sogenannten Oslo-Abkommen manifestierte und in der Verleihung des Friedensnobelpreises an Rabin, seinen Außenminister Shimon Peres und den Vorsitzenden der PLO Jassir Arafat einen Höhepunkt erreicht hatte. Peres übernahm nach Rabins Ermordung das Amt des Ministerpräsidenten, verlor jedoch ein halbes Jahr später die Wahl gegen Benjamin Netanjahu, der seinen Aufstieg dem Widerstand gegen die Friedenspolitik zu verdanken hat und damals die erste seiner mittlerweile sieben Amtszeiten antrat. „Seit Rabins Ermordung vor einem Vierteljahrhundert haben Israelis und Palästinenser die Komplexität ihrer Beziehungen nie mehr angesprochen.“ (Amos Gitai)

  • mit
    Bibiana Beglau, Dörte Lyssewski,
  • Gesang
    Magdalena Hallste,
    Wiener Kammerchor,
  • Klarinette
    Louis Sclavis,
  • Santur
    Kioomars Musayyebi,
  • Violine und Synthesizer
    Alexey Kochetkov,
  • Klavier
    Florian Pichlbauer,
Beschreibung Information
Dauer und Pausen 1 Stunde 30 Minuten - keine Pause
Zusatzinformation € 44,- bis € 7,50 | im Vorverkauf ab 20. März
Mit
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Bibiana Beglau
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Dörte Lyssewski
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